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Am 26.Dezember dieses Jahres trafen der Dede Cafer Kaplan, Vorsitzender des „Inanc Korulu“ der AABF, Turgut Öker, derzeitiger Vorsitzender der AABF und Ali Dogan, BDAJ Vorsitzender, in unserem Verein ein um mit uns über das Muharrem Fasten zu reden. Diese sind von rund 100 Menschen diese sehr herzlich begrüßt worden. Aufgrund der Zeit,16.45, die das Ende des Fastens für den Tag symbolisierte, eröffnete Dede Cafer Kaplan mit einem Gebet das Essen am 13. Tag des Muharrem Fastens.  Cafer Kaplan begann in der Gesprächsrunde mit einem Lob an unserenVerein und wies im Laufe seiner Rede wiederholt auf die Wichtigkeit des Muharremonats und die 12 Imame hin. Er erwähnte die Schlacht von Kerbela (siehe News) und sagte, dass wir Aleviten durch das Fasten dem Imam Hüseyin näher kommen, seine Gedanken verstehen sollen und seinem Sinn für Gerechtigkeit in so einer Situation folgen können. Denn Imam Hüseyin hat sich durch nichts dazu bewegen lassen aufzugeben und hat der Ungerechtigkeit ins Auge gesehen. Seine Gefährten begaben sich dem Hungertod, er starb im Kampf. Die Tatsache, dass wir zur Fastenzeit kein Wasser trinken, hängt damit zusammen, dass die Kindern in den Zelten zu der Zeit in Kerbela verdurstet sind, weil Yezit ihnen kein Wasser zukommen lassen hat. Auf das Fleisch verzichten wir, weil es das Blutvergießen darstellt. Die Bedeutung des 12tägigen Fastens im Muharrem-Monat soll einem mit einem gewissen Verständnis das Ereignis um Kerbela lehren. Der „Inanc Korulu“ des AABF, betont der Vorsitzenden Cafer Kaplan, hat sich dafür eingesetzt, dass bei YOL TV während der des Fastensmonats zahlreiche Glaubensprogramme veröffentlich wurden. Hierbei sprach er auch die Jugend an, da ihre Vorgehensweise in der Fastenzeit nicht den alten Normen entspricht, da sie während der Arbeit und Schule selbstverständlich auf ihre Hygiene zu achten hätten. Und sich nicht wie früher in Dörfern Anatoliens verhalten können. Zu diesem Punkt sagte Cafer Kaplan zu den Jugendlichen, dass es wichtiger sei, die Gedanken des Imam Hüseyins zu verstehen und das Verständnis von Hunger zu erlangen als das ganze drum herum. In dieser Zeit stellte der Dede ein kleines Gebetsheft vor, indem wichtige Gebete in die türkische Sprache übersetzt worden sind Hiermit wollten sich die alevitischen „Dedes“ von den Sunniten abgrenzen, weil die Gebete jeder verstehen soll und sie nicht wie im Sunnitischen nur in Arabischer Sprache vorgetragen werden. Er erwähnte auch die langwierige Recherche für die Bräuche und Gebet der Dedes, die er uns mit Stolz erläutern konnte. 
Danach ließ der Dede Turgut Öker zu Wort kommen, der mit der Geschichte von Kerbela zum dem Vortrag von Cafer Kaplan anknüpfte. Mit der Aussage, dass es nicht noch ein Kerbela geben dürfe und wir daraus gelernt hätten, weist er auf den Zusammenhalt der Aleviten in der heutigen Zeit hin und dass diese nicht noch mal so einen Verlust zulassen werden. Er macht auf die letzten 40 Jahre aufmerksam und die Veränderungen, die wir in all diesen Jahren vollbracht haben. Dieser war auch davon überzeugt, dass sich in jenem Moment 50.000-60.000 Mitglieder in den Vereinen zusammengefunden hätten und über den Muharrem- Monat redeten. Mit dem Beispiel der Türkei, veranschaulichte Turgut Öker, eine eher schlechte Entwicklung unserer Religionsgemeinschaft. Denn ein Glaube braucht Freiheiten um sich entfalten zu können, jedoch ist selbst die Beibehaltung des Alevitentums in der Türkei in den letzten Jahrzehnten relativ schwer gewesen. Zudem haben die Menschen auf der Welt und vor allem in der Türkei ein falsches Bild vom Alevitentum, da sie nicht viel über diesen Glauben wissen. Aus diesem Grund sei es unsere Aufgabe, den Unwissenden das Alevitentum richtig vorzustellen. Und Turgut Öker sagte: „Es ist nicht leicht ein Alevite zu sein.“ Dann beendete Turgut Öker seine Rede und wünschte unserem Verein schon mal ein Frohes Neues Jahr. Heute haben sich die Aleviten europaweit integriert und sich gut entfaltet, sie haben einen eigenen Fernsehsender (YOL TV), eine eigene Zeitschrift (Alevilerin Sesi), zahlreiche Internetseiten usw. die von jedem Aleviten unterstützt werden müssen. Ich denke, wir sollten uns mindestens darum bemühen diese Medien zu erhalten, nicht zu letzt für unsere Nachfahren, damit diese handfeste Medien über ihren Glauben haben. Am Ende dieser Reden wies Ali Dogan daraufhin, dass zum ersten Mal in der Geschichte der AABF diese drei Vorsitzenden an einer Podiumsdiskussion in einem Verein beteiligt waren. Nachdem unsere Gäste ihr Wissen, ihre Wünsche und Anforderungen an jeden Einzelnen in dem Raum geäußert hatten, eröffneten sie eine Frage-Antwort-Runde, bei diesem sich unsere Mitglieder engagiert beteiligten und unklare Fragen zu Wort brachten. 
Yeliz |